TheaterTanzPerformance

cybersecurity

in Groszbritannien gehen die sog. Wogen hoch. weil einer „Ballerina, der angesichts der CoV-Wirtschaftskrise die Umschulung zur Cybersecurity-Expertin vorgeschlagen wird“ (https://orf.at/stories/3185019/ Zugriff 14.10.2020) das nicht so in den Kram da passt. also doch auch durchaus verstaendlich, dass ihr das im Hals stecken bleibt da. denn verfolgt eine/r ja meist auch in der Entscheidung fuer einen kreativen, kuenstlerischen Beruf mehr als nur die Erfuellung eines Traums, jenes zum Beruf zu machen, was eine/n auf allen Ebenen fordert und foerdert, also auch in leiblichen und ganzKoerperlichen Belangen. verfolgt eine/r vielleicht auch eine philosophische bzw. politische Grundhaltung, zb jene, dass der Mensch zu mehr faehig ist als nur vor dem Computer und dem Handy zu sitzen oder sich in Formularen als Nummer und Definitionen zu deklarieren oder der Vermehrung seines Habes und allzu guten Gutes hinterherzueilen. sich als Kuenstlerin dafuer einsetzt jahrhunderte oder jahrtausende alte Handwerke und Faehigkeiten zu erforschern, weiterzuentwickeln, zu sensibilisieren, um vielleicht auch zu zeigen, dass mehr in uns steckt, als wir aussprechen koennen, dass es andere Logiken und Folgerichtigkeiten gibt, als die der wirtschaftlichen Kalkulation, die schon laengst wissen, dass und vor allem wie ein besseres Interagieren moeglich ist, das nicht darauf zielt, dass ein paar wenige sich gegenseitig in alle Sphaeren loben und auf Kosten anderer in allen nur erdenklichen Unnuetzlichkeiten und Phobien ins unendliche wachsen, sich aber auf wirklich wichtigen Ebenen in keiner Form weiterentwickeln. ich bin ja grundsaetzlich kein Feind der Digitalisierung, weil ich schon auch die Moeglichkeiten sehe, die sie mit sich bringt, und ich ja auch gerne am Computer und am Telefon arbeite, auch kreativ. aber sehe ich sie aktuell doch immer mehr als tatsaechlich koerperfeindlich an, nicht nur weil sie staendig suggeriert, dass man eh nichts versaeumt, wenn die ganze Zeit eine/r ins Kastl schaut, sondern auch noch, weil doch auch oft vergessen wird, dass jeder Post, jedes Foto, dass wir in den sog. sozialen Netzwerken platzieren, ja auch Unmengen an Muell produzieren, und Energie verbrauchen. also die 500 mal, wo wir auf FB posten, dass wir keine Plasticksackerln verwenden sollen, und eine arme Schildkroete hochhalten, die am Plastikring erstickt, richten wir so viel Schaden an der Natur an, wie es wohl 5000 Plastiksackerln nicht machen koennen. wenn also jemand mehrere Stunden am Tag mit seinem Koerper arbeitet, mit einem Instrument arbeitet, mit anderen Menschen arbeitet und nicht nur vorm Computer sitzt oder das Telefon bedient, dann beinhaltet das ja eigentlich ganz klare Modelle dafuer, wie ein Groszteil unserer gesellschaftlichen Probleme behoben werden koennen. aber staendig sollen wir uns unserer Naivitaet und unkomplizierten Ideen entledigen? … um zu kriegen was eigentlich kriegen wir immer schon wollten, was wir ja schon seit langem wollten, oder? wir brauchen nicht mehr unter Leute gehen, koennen von zu Hause aus alles machen, brauchen uns nicht mehr kontaminieren lassen von echten Menschen, brauchen uns nur noch von unserer ZuckerSeite zeigen. … ach ja so viel Zucker ist ja auch nicht gesund. ..

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